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Karussells gewinnen, und zwar deutlich. 2026 haben sie Einzelbildbeiträge in jeder gemessenen Kennzahl geschlagen: rund 2,4-mal so viel Reichweite, 2,4-mal so viele Views, viermal so viele Interaktionen und neunmal mehr Saves. Trotzdem werden Karussells rund 37 Prozent seltener gepostet. Diese Lücke ist der billigste Vorteil, den Instagram gerade zu bieten hat.
Die Werte sind Durchschnitte pro Beitrag aus der Metricool Instagram Study 2026, basierend auf 24.364.803 Beiträgen aus 375.118 Accounts.
Instagram spielt ein Karussell erneut an Menschen aus, die beim ersten Mal vorbeigescrollt sind, und jede erneute Ausspielung zählt als neuer View. Ein Einzelbild wird einmal gezeigt und ist dann durch. Das Format ist nicht einfach attraktiver, es bekommt mehr Chancen, gesehen zu werden.
Saves verstärken das. Ein gespeicherter Beitrag wird später erneut geöffnet, und jedes erneute Öffnen zählt wieder. Karussells werden neunmal häufiger gespeichert, weil sie Informationen enthalten, zu denen man zurückkehrt.
Aufwand. Ein Karussell heißt Bilder sammeln, sortieren, exportieren, hochladen. Ein Einzelbild heißt eine Datei. Dass die meisten Feeds voller Einzelbilder sind, ist keine strategische Entscheidung, sondern eine Reibungsentscheidung, und genau deshalb liegt der Vorteil weiterhin unangetastet da.
Wenn das Bild selbst die Botschaft ist. Eine Produktaufnahme, ein Kampagnenmotiv, ein Porträt. Was nicht funktioniert, ist das Einzelbild als Standard, veröffentlicht, weil es schneller ging.
Nehmen Sie den Beitrag, der bei Ihnen in den letzten drei Monaten am besten lief, und bauen Sie ihn als Karussell neu. Gleiche Idee, sechs bis zehn Slides. Sie testen nicht, ob das Format funktioniert, diese Frage ist entschieden. Sie finden heraus, wie es in Ihrer Marke aussieht.